Nachhaltig positive Veränderungen in deinem Leben - So klappt es!

By Beriwan

Oftmals läuft es nicht rund im Leben. Es ereignen sich Dinge, die uns herausfordern und uns emotional belasten. Das erste, was die meisten Menschen tun, ist, die Lösung ihres Problems in ihrem Umfeld zu suchen. Warum das in den allermeisten Fällen eine Verschwendung der wertvollen Lebenszeit ist und wie man nachhaltig positive Veränderungen in das eigene Leben ziehen kann, stelle ich im Folgenden dar.

Die anderen sind schuld, klar. Der Chef, der Lehrer, die Eltern, der Partner oder die Kinder. Sie haben mit ihrem Verhalten dafür gesorgt, dass wir uns nun schlecht fühlen und von negativen Emotionen überrollt werden. Unser Gehirn hat es im Laufe der Jahre gelernt, in jedem Fall einen Sündenbock zu suchen, auf den wir unsere Wut, unseren Ärger oder unsere Trauer projizieren können. Und wenn eine Lösung gebraucht wird, dann liegt sie sehr nahe: Der Sündenbock muss sich ändern, damit es uns besser geht. Wenn unser Chef doch nicht so gebieterisch wäre, unsere Eltern nicht so nervig und unser Partner…naja….nicht so anstrengend wären, ja, dann würde unsere aktuelle emotionale Tortur gar nicht existieren und wir wären wunschlos glücklich. Ist klar!

Wie absurd dieser Gedanke ist, wenn man ihn von einer gewissen Distanz aus betrachtet: Am besten sollten sich alle Menschen im eigenen Umfeld ändern, damit es uns besser geht. Fleißig verteilen wir Ratschläge, wie unsere Mitmenschen sich am besten verhalten sollten. Viel Kraft und zahllose Stunden verschwenden wir damit, uns über sie aufzuregen oder sie therapieren zu wollen. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich nachhaltig etwas zu unseren Gunsten verändert, sehr gering.

Wie können wir es also schaffen, Situationen und Umstände sowie unsere diesbezüglichen Emotionen nachhaltig zu unserem Vorteil zu verändern, um auf lange Sicht glücklicher und zufriedener zu werden?

 

Die NLP-Gestaltungsebenen

Im Neurolinguistischen Programmieren (kurz NLP) sind die Gestaltungsebenen zunächst auf Gregory Bateson zurückzuführen. Diese wurden anschließend von Robert Dilts erweitert und verfeinert. Ich habe die Pyramide der Gestaltungsebenen zum besseren Verständnis skizziert. 

 

Die unterste Ebene ist die Umgebung. Also unsere Mitmenschen, unsere Arbeit und alles, was dazu gehört. Darauf folgen das Verhalten und die eigenen Fähigkeiten, dann die eigenen Werte (darin befinden sich auch unsere Glaubenssätze), gefolgt von unserer Identität. Ganz oben ist unsere Zugehörigkeit angesiedelt. Damit kann zum einen das Gefühl von tiefer Verbundenheit zu einer Gemeinschaft (Familie, Freunde, Sportverein etc) gemeint sein. Zum anderen kann dieses Wort auf eine spirituelle Zugehörigkeit abzielen (Religion, individueller Glaube etc). Im Endeffekt repräsentiert es die Sinnhaftigkeit, die wir in unseren Aktivitäten und Tätigkeiten erkennen.

Während die drei unteren Ebenen als sinnlich wahrnehmbar eingestuft werden, können die drei oberen Ebenen nicht physisch erfasst und wahrgenommen werden.

 

Die Bedeutung der Anordnung

Wenn du nun ein Problem aus deinem Leben beseitigen möchtest oder einfach mehr Zufriedenheit erlangen möchtest und auf der untersten Stufe (nämlich auf der Stufe der Umgebung) nach der Lösung suchst, fällt der Grad der tatsächlich eintretenden Veränderungen eher gering aus. Denn um eine Lösung herbeizurufen, müsstest du auf dieser Ebene deine Mitmenschen, deine Arbeit, deine Wohnung oder sonst etwas Anderes ändern. Die Arbeit oder die Wohnung zu wechseln könnten dir noch am ehesten bei der Lösung deines Problems weiterhelfen. Jedoch wirst du dir mit großer Wahrscheinlichkeit die Zähne ausreißen bei dem Vorhaben deine Mitmenschen für deine Zwecke ändern zu wollen. Wenn du es trotz des hohen Aufwandes schaffst, auf dieser Ebene Veränderungen herbeizurufen, werden diese kaum die darüberliegenden Ebenen beeinflussen.

Setzt du hingegen beispielsweise auf einer höheren Ebene an – sagen wir mal auf der Ebene Fähigkeiten und schaffst hier Veränderungen, so wird sich das mit größerer Wahrscheinlichkeit auf die beiden darunterliegenden Ebenen auswirken. Es wird also dein Verhalten bis zu einem gewissen Grad ändern. Und auch dein Umfeld wird sich in einigen Punkten wandeln. Jedoch auf die drei Ebenen darüber wird es sich kaum auswirken.

Wenn du – rein theoretisch betrachtet – nachhaltige Veränderungen in dein Leben bringen möchtest – Veränderungen, die sich auf alle Ebenen deines Lebens beziehen, solltest du auf der höchsten Ebene ansetzen, indem du herausfindest, was der wahre Sinn deines Lebens ist (Ebene Zugehörigkeit). Wenn du diesen gefunden hast, wird sich dies auf alle darunter liegenden Ebenen auswirken.

“Wenn du – rein theoretisch betrachtet – nachhaltige Veränderungen in dein Leben bringen möchtest – Veränderungen, die sich auf alle Ebenen deines Lebens beziehen, solltest du auf der höchsten Ebene ansetzen, indem du herausfindest, was der wahre Sinn deines Lebens ist.”

 

Bleiben wir mal realistisch

Den Lebenssinn zu finden, ist – so meine Ansicht – die schwierigste Aufgabe überhaupt. Es wird einige Zeit dauern, bis du herausgefunden hast, was du wirklich-wirklich im Leben erleben und erreichen möchtest. Bis du das herausgefunden hast, ist der Weg lang und führt dich in die Untiefen deiner Persönlichkeit. Denn jede authentische Arbeit an deiner Persönlichkeit bringt dich deinem Wesenskern näher und lässt dich erkennen, was dir im Leben wirklich wichtig ist.

Meiner Erfahrung nach kann man am schnellsten und effektivsten positive Veränderungen herbeirufen, indem man auf der Ebene Werte ansetzt. Darin enthalten sind sämtliche Werte, die du im Laufe deines Lebens als deine eigenen anerkannt hast. Auch deine Glaubenssätze sind auf dieser Ebene angesiedelt. Die Beschäftigung mit deinen Werten birgt zwei Vorteile: Zum einen wirst du bei dem Erkennen deiner Werte und Glaubenssätze dich selbst immer besser kennenlernen, was dich auf der Pyramide weiter nach oben schreiten lassen wird. Zum anderen werden die darunter liegenden Ebenen beeinflusst und du bemerkst spürbare Veränderungen in deinem Umfeld, deinem Verhalten und deinen Fähigkeiten.

 

Glaubenssätze?

Die allermeisten Glaubenssätze haben wir wahrscheinlich in unserer Kindheit und unserer Jugend verinnerlicht. Leider sind sehr viele davon negativ und beeinflussen dadurch unser Verhalten, Denken und Handeln. Autoritäten wie Eltern, Großeltern und Lehrer, zu denen wir als Kinder mit großen Augen und staunendem Respekt hochgeschaut haben, haben sie uns eingetrichtert. Hier sind einige sehr typische Glaubenssätze:

Ich bin nicht gut genug.

Ich bin zu dick/zu dünn.

Ich bringe nie etwas Vernünftiges zustande.

Ich bin sehr faul.

Die Glaubenssätze wirken noch im Erwachsenenalter maßgeblich in unserem Unterbewusstsein und sind nicht selten der Grund für unser Leid. Es gilt, die Glaubenssätze zu erkennen und sie kritisch zu hinterfragen. Wenn wir sie überprüfen und als unwahr anerkennen, können sie sich auflösen. Was sich einstellen wird, ist ein Gefühl der Befreiung. Und das wird auch auf den unteren Ebenen bemerkbar.

Ich danke dir für das Lesen dieses Beitrages und freue mich auf dein Feedback.

Literaturangabe

Dilts, Robert/ Hallborn, Tim/ Smith, Suzi (2012). Beliefs: Pathways to health and well-being. Wales: Crown House Pub LTD.

Kutschera, Gundl (2007). Tanz zwischen Bewusst-sein und Unbewusst-sein: NLP-Resonanz-Arbeits- und Übungsbuch. 2. überarb. Aufl. Paderborn: Junfermann Verlag.

Foto von Chris Lawton, auf www.unsplash.com 

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